Erbrecht

Zurück zur Sachgebiete-Auswahl

Das Erbrecht regelt die Vermögensverhältnisse eines Verstorbenen (Erblasser).

Nach dem Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge geht mit dem Tod eines Menschen sein Vermögen als Ganzes auf die Erben über. Hat der Erblasser kein Testament hinterlassen und auch keinen Erbvertrag geschlossen, richtet sich die Erbfolge nach dem Gesetz. Gesetzliche Erben sind die Verwandten des Erblassers und sein Ehepartner bzw. gleichgeschlechtlicher Lebenspartner. Durch Errichtung eines Testaments oder durch den Abschluss eines Erbvertrages kann individuell über den Nachlass bestimmt und insbesondere von den gesetzlichen Regelungen abgewichen werden.

Welche der beiden Instrumente gewählt werden sollte und ob überhaupt eine Regelung erforderlich ist, lässt sich nur in einem persönlichen Gespräch klären. Sobald Sie sich zu einer Regelung Ihres Vermögens nach dem Tode entschlossen haben, bieten wir Ihnen die gebotene umfassende Beratung, damit Sie beurteilen können, ob und wie Sie Ihre Motive und Vorstellungen realisieren können.

Von großer Bedeutung sind dabei etwa Regelungen, die den Ausschluss von der Erbfolge zum Gegenstand haben.

Wir beraten Sie umfassend bei der Verwirklichung Ihres letzten Willens und helfen bei Realisierung von Pflichtteilsansprüchen gegen den oder die testamentarisch bestimmten Erben.

Testamentsgestaltung

Haben Sie sich dazu entschlossen, eine Verfügung von Todes wegen zu treffen, so empfiehlt es sich, sich möglichst frühzeitig dahingehend beraten zu lassen, in welcher Weise Ihr Wille optimal verwirklicht werden kann. Für eine gelungene Regelung empfiehlt es sich, alle relevanten Fakten und die erforderlichen Belege und Dokumente zusammenzustellen.

Als Regelungsinstrumente stehen zur Verfügung

- das Testament als einseitige Verfügung von Todes wegen, – der Erbvertrag, wenn eine Bindung des Erblassers an seine Verügungen gewünscht ist.

Als einseitige Verfügung von Todes wegen gilt auch das gemeinschaftliche Testament, welches nur von Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern errichtet werden kann. Nach dem Tode eines Ehegatten können die sog. wechselbezüglichen Verügungen anders als beim einfachen Testament Bindungswirkung entfalten.

Testamente – auch das gemeinschaftliche – können selbst errichtet werden, allerdings sind hier bestimmte Formerfordernisse zu beachten. Es empfiehlt sich allerdings aus den im Vorspann genannten Gründen, bei der Gestaltung und Errichtung anwaltliche oder notarielle Hilfe in Anspruch zu nehmen, insbesondere wenn Sie besondere Anordnungen, beispielsweise Vermächtnisse oder Auflagen, treffen wollen. Ein Erbvertrag dagegen kann nur bei einem Notar errichtet werden.

Testamentsvollstreckung

Die Testamentsvollstreckung ist ein Instrument zur Ausführung und Absicherung des Erblasserwillens. Die Anordnung des Testamentsvollstreckung empfiehlt sich bei folgenden Konstellationen:

- Schutz des Nachlasses und Sicherstellung seiner Abwicklung bei einer Vielzahl von Erben oder minderjährigen Erben, – wenn ein Unternehmen in den Nachlass fällt, – wenn der Erbe vor seinen Eigengläubigern geschützt werden soll.

Der Erblasser kann einen oder mehrere Testamentsvollstrecker seiner Wahl oder auch, was sich regelmäßig empfiehlt, Ersatztestamentsvollstrecker benennen. Der Aufgabenkreis ist im Testament/Erbvertrag genau zu regeln.

Bei der Anordnung einer Testamentsvollstreckung ist dem Erben die Verfügungsbefugnis über den vom Testamenstvollstrecker verwalteten Gegenstand entzogen.

Wir begleiten Sie in folgenden Bereichen:

  • Erstellung von Testamenten und Erbverträgen
  • Erbschein – Beantragung
  • Erbausschlagung
  • Beratung und Vertretung in erbrechtlichen Auseinandersetzungen
  • Realisierung von Pflichtteilsansprüchen
  • Durchsetzung von Forderungen gegen die Erben/Abwehr von Forderungen der Nachlassgläubiger

Nehmen Sie in erbrechtlichen Fragen Kontakt auf zu Herrn Rechtsanwalt Dr. Volker Behrens, Notar aD, oder Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin Timea Kapitány, die in unserem Büro über weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen im Erbrecht verfügen.

Nennen Sie bitte schon bei der Vereinbarung eines Besprechungstermins Ihr Anliegen. Wir beurteilen und empfehlen dann sofort, ob Sie eine anwaltliche Vertretung oder Beratung benötigen oder ob eine notarielle Tätigkeit erforderlich ist.

Zurück zur Sachgebiete-Auswahl